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Salon der Astronomen

                          Titel

am Anfang

 Ursprünglich war der Salon der Astronomen eine ganz gewöhnliche, unansehnliche Garage. Als das zunächst gemietete Haus in Eigentum überging, bekamen die Decke und die Wände zunächst einmal eine frische weiße Farbe.

   1996 malte ich dann den grauen Betonboden mit einem schwarzweißen Fliesenboden aus und hängte einen Tennisball an einem Nylonfaden so auf, daß er quasi im Raum schwebend dem Toyota beim Berühren durch die Windschutzscheibe genau den optimalen Standpunkt zum Entladen des Kofferraums zeigte. Das war schon 'mal eine feine Sache und es machte Spaß, in so eine hübsche Garage einzufahren.

   Wenn man in der Kopernikusstraße wohnt, sich für Astronomie interessiert, Mitglied der Olbers Gesellschaft in Bremen war, ist es nicht so abwegig, daß mir eines Tages in den Sinn kam, diesen Copernicus auch in meine Garage einziehen zu lassen.

   Die Idee war, auf der Frontseite das Sternbild "Schütze" zusammen mit den sichtbaren Sternen aufzuskizzieren. Ursprünglich war dies auch nur als Skizze gedacht. Auf der linken Wand wollte ich die Astronomie einziehen lassen, vorn die Darstellung des Schützen und auf der rechten Wand wollte ich den Unsinn der Astrologie etwas auf die Spitze treiben, wiewohl rechtschaffene Astronomen sich in früheren Jahrhunderten ein beträchtliches Zubrot durch astrologische Berechnungen verdienten.

 

                               rechte Wand 

 

Warum ausgerechnet das Sternbild des Schützen? Nun, einmal bin ich selbst im Zeichen des Schützen geboren, doch das war nur ein Nebengrund. Mich hat besonders fasziniert, daß es den Astronomen erstmals gelungen war, im Sternbild des Schützen ein Schwarzes Loch nachzuweisen.
Ich hatte einen Zeitungsbericht darüber in der Neuen Zürcher Zeitung zum Anlaß genommen, diese Nachricht an die linke Wand zu zeichnen und zu malen. Darüber später noch mehr!

 

                                                              Apian Peter

                                                             Apian Philipp

                                                          Clavius Christoph

                                                        Copernicus Nicolaus

                                                           Hartmann Georg

                                                           Kepler Johannes

                                                         Kircher Athanasius

                                                     Madauer Bartholomäus

                                                             Marius Simon

                                                          Petrejus Johannes*

                                                          Scheiner Christoph

 

Im Sommer 1996 ging es also los und als bis ins Jahr 2006 insgesamt sieben Astronomen und der sehr bedeutsame Johannes Petrejus eingezogen waren, war es höchste Zeit, diesen schönen Raum in "Salon der Astronomen" umzutaufen. Alle diese Herren haben etwas mit Bayern zu tun. Entweder waren sie dort geboren oder wirkten dort mehr oder weniger lang. Copernicus ein Bayer? Das nicht gerade, aber bei dem stellt Johannes Petrejus die Verbindung zu Bayern her!

Und um dies auch ein wenig zu visualisieren kam im Jahr 2006 eine bayerische Fahne in die rechte hintere Ecke des Salons.

             bayerische Fahne

 

Es kam also über die Jahre hindurch fast jedes Jahr etwas hinzu und die bestehenden Bilder wurden dabei auch weiterentwickelt.

 

             Schuetze_1 

 

             Schuetze_2

 

             Schuetze_3

 

Das Sternbild des Schützen als zentraler Blickfang hat neben der Malerei noch eine zweite Komponente, die nicht unbedeutend ist. Tagsüber fährt man halt auf das Bild zu und hält an, wenn ein Tennisball die Windschutzscheibe berührt. Doch nachts kommt noch ein hübsches Spektakel hinzu. Da alle Sterne des Sternbilds Schütze auch mit Leuchtsternen beklebt sind, erscheint nach dem Abschalten des Lichts ein Ausschnitt des Sternenhimmels. Das ist so zauberhaft, so schön und die Freude darüber ist die ganzen Jahre über nie verblaßt. Ich freue mich also wie am ersten Tag, wenn plötzlich nach dem Abschalten der Scheinwerfer die Sterne erstrahlen.

Das wollte ich natürlich auch einmal fotografisch dokumentieren. Ich hatte mir einen hochempfindlichen Film gekauft, mich in finsterer Nacht mit dem Stativ aufgebaut, das Fernlicht kräftig auf die Wand scheinen lassen, und zahlreiche Fotos gemacht. Aber nach dem Entwickeln des Films stellte ich fest, daß das Glimmen der Leuchtsterne zwar das Auge erfreut, jedoch nicht ausreicht, den Schwarzweißfilm zu belichten. Na wenigstens gab es ein paar hübsche Aufnahmen bei eingeschaltetem Autolicht.

 

                  sw_1

 

                  sw_2

 

                  sw_3

 

Die Veränderungen an den Wänden, das allmähliche Einziehen der Astronomen in den Salon, zeige ich nun nachfolgend bei den einzelnen Unterpunkten dieses Links auf.

               

                   Schuetzenwand1

 

                                   sw_corona

 

                 Schuetzenwand2

 

links

 

4583

 

rechts 2008

 


             






Salongaeste

 
Nun habe ich mir doch tatsächlich eine kleine Rüge eingefangen, warum ich denn nur die drei Grazien aus Italien eingefügt habe. So gelobe ich Besserung: Von heute an kommt jede hübsche Besucherin meines Salons der Astronomen in diesen Link!







Der Neuzugang Athanasius Kircher an der linken Wand...


am 9.8.2013


Ein Rückblick ins Jahr 2008:




       Eine akustische Illustration mit einem 26-Sekunden-Film über den bayerischen                                                                     
                       Salon der Astronomen


Nun aber viel Vergnügen bei Peter Apian und all den andern!

 

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