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Die Sonnenuhren in Leipzig







WIKIPEDIA beginnt seinen Beitrag https://de.wikipedia.org/wiki/Leipzig über Leipzig so:

 

Leipzig?i ist eine kreisfreie Großstadt im Freistaat Sachsen. Sie bildet ein Zentrum für Wirtschaft, Bildung und Handel sowie Verwaltung, Kultur und Verkehr im mitteldeutschen Raum und war Ende November 2014 mit (laut Einwohnerregister) 551.079 Einwohnern[2] die größte sächsische Stadt vor Dresden und elftgrößte Stadt der Bundesrepublik Deutschland.

Leipzig ist eines der sechs Oberzentren Sachsens und bildet mit der benachbarten Großstadt Halle (Saale) den Ballungsraum Leipzig-Halle, in dem über eine Million Menschen leben. Mit Halle und weiteren Städten in den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bildet Leipzig die Metropolregion Mitteldeutschland[3]“…




Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Leipzig




Leipzig um 1580. Quelle: Wikipedia




Leipzig Prospect_wie_solcher_von_Sued-Ost_anzusehen  Quelle: Wikipedia




Leipzig Singende Muse an der Pleiße. Quelle: Wikipedia







Der Eintrag über diese Leipziger Sonnenuhr ist aus dem Katalog "Sonnenuhren Deutschland und Schweiz" der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie von 1994




Alte Waage

Markt 4 und Katharinenstraße 1

“Im Jahr 1555 entstand das Gebäude der Alten Waage, vermutlich unter der Oberaufsicht Hieronymus Lotters, am Markt. Dieses hatte für die Stadt einst eine große Bedeutung, denn hier befand sich bis Mitte des 17. Jahrhunderts die Ratswaage. In der Messestadt, die 1497 von Kaiser Maximilian I. das Reichsmesseprivileg und 1507 das Stapel- und Waagerecht erhalten hatte, mussten alle ein- und ausgehenden Waren gewogen und verzollt werden. Die Ermittlung und die Kassierung nach städtischer Taxe erfolgten in der Alten Waage. Darüber hinaus wurden die Weinvorräte des Rates im Keller gelagert. Im Obergeschoss trafen sich die Ratsherren in der Herren-Trinkstube, weil im Rathaus selbst kein Platz für einen Ratskeller war…“ Lesen Sie weiter bei der...

Quelle: http://www.leipzig.travel/de/Presse/Leipzig/Lexikon_1192.html











Bei unserem Besuch in Leipzig war's bewölkt. Wer die Sonnenuhren lieber bei vollem Sonnenschein besuchen möchte, der könnte sich bei dem tollen Service wetteronline vorab informieren!

wetteronline – wir lieben Wetter

http://www.wetteronline.de/wetter/leipzig





Bei meinem Leipzigbesuch am 17. März 2016 schien die Sonne...













Die Sonnenuhren der Kirche

Hohen Thekla in Leipzig






Am 17. März 2016 war ich auf der Suche nach einer Sonnenuhr aus dem 17. Jahrhundert und wanderte diesen Weg hoch zur Kirche HOHEN THEKLA. In der Hand hatte ich einen Zettel mit diesen Angaben aus dem Sonnenuhrenkatalog der DGC.


Ja, dieser erste Eindruck war schon sehr verheißungsvoll!







Der Eintrag über diese Leipziger Sonnenuhr ist aus dem Katalog "Sonnenuhren Deutschland und Schweiz"

der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie von 1994



Und dann umrundete ich den Turm der Kirche, um an die Südseite zu gelangen, wo die alten Sonnenuhren meist anzutreffen sind und war erst mal enttäuscht. Statt der erhofften alten Sonnenuhr prangte da eine feine Sonnenuhr aus dem Jahr 2009!










VI - XII - VI  deutet darauf hin, daß es eine reine Süduhr ist. Nachzuprüfen wäre noch, ob diese Wand wirklich genau in Ost-West-Richtung gebaut ist, was bei Kirchen eher sehr selten vorkommt. Vielleicht hilft mir da jemand bei der Recherche.




Ein wenig schade ist, daß man sich nicht auf einen Sonnenuhrenspruch eingelassen hat, denn bei der wahrhaft bewegten Geschichte dieser Kirche - bis ins 20. Hahrhundert - hätte sich das angeboten. Der übliche Kontrollblick auf die Armbanduhr zeigte mir aber, daß diese Sonnenuhr gut berechnet war!




So wanderte ich also durch den zauberhaften alten Friedhof und traf auf zwei freundliche ältere Friedhofsbesucherinnen. Ich fragte sie gleich, ob sie sich noch and die alte Sonnenuhr der Kirche erinnern könnten. Sie verneinten das, nannten mir aber einen Mann - den Herrn Trepte - und meinten, daß der mir sicherlich über alles Auskunft geben könne. Mit deren genauen Wegbeschreibung hatte ich Glück, daß ich Herrn Trepte rasch bei der Arbeit fand. Er zeigte mir auch bald ein wirklich vorzüglich gestaltetes Heft von 56 Seiten, das ich auch gleich von ihm kaufen konnte.






Gleich auf Seite 1 dieses wirklich feinen Magazins stehen quasi als Introitus zwei Sätze, die mir sehr gefielen:

 

           Ob die Kirche Hohen Thekla 1000 Jahre alt ist,

                               ist nicht ganz sicher.

                 Dass die Bausteine von Hohen Thekla,

           die nordischen Granite und Gneise, älter sind

                       als 1000 x 1000 x 1000 Jahre,

                              ist ziemlich sicher.




Auf diese beiden Kanonenkugeln - ursprünglich sollen es drei gewesen sein - machte mich ein vorbeikommender Passant aufmerksam und er berichtete auch, daß die noch von Gefechten der Vökerschlacht gewesen seien.

Ich halte das für eine großartige Idee, Orts-Geschichte wirkungsvoll zu visualisieren!

 



Diese alte Tür birgt viele Geschichten ihrer langen Existenz!












Die Innenansicht der Kirche verdanke ich Herrn Trepte, der mir extra die Tür aufgesperrt und die Lichter eingeschaltet hat!



















Ich hoffe sehr, daß es mir vergönnt sein möge, die Geschichte sowohl dieser neuen Sonnenuhr als auch der Vorgänger-Sonnenuhr aus dem 17. Jahrhundert erzählen zu dürfen!

Diese Hoffnung ist nach einigen sorgfältigen E-Mails leider geplatzt.
Die übliche Morbus Pastoris Krankheit  leider auch hier! Man wollte mir schlicht nicht helfen,

wiewohl es so einfach gewesen wäre...







Die Sonnenuhr am Gohlieser Schlößchen

„Das Gohliser Schlösschen ist ein als repräsentatives bürgerliches Landhaus errichtetes Barockgebäude im Leipziger Stadtteil Gohlis. Es gehört zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt.“ Wikipedia


Tja, für diese Sonnenuhr hätte ich unbedingt mein Zoom- Objektiv mitnehmen sollen.

Ich fand zweierlei witzig: Als ich bei meiner Ankunft eine Bedienung des Restaurants fragte, wo denn die Sonnenuhr sei, schaute sie mich ratlos an und konnte es mir nicht sagen. Naja, als ich bis zu den beiden Plastiken im Garten gegangen war, sah ich sie schon weit entfernt ganz oben im Schmucktürmchen. Und dann fand ich witzig, daß die Sonnenuhr die Zeit richtig anzeigte, während die mechanische Uhr offensichtlich bei 7 Uhr stehen geblieben war.






Der Eintrag über diese Leipziger Sonnenuhr ist aus dem Katalog "Sonnenuhren Deutschland und Schweiz" der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie von 1994


Es fällt auf, daß diese Beschreibung einen Polstab angibt, während jetzt ein Schattendreieck die Zeit angibt.








Von J. G. Lange - Leipziger Blätter Nr. 1, 1982, S. 63, Gemeinfrei,

„Das Gohliser Schlösschen zu Leipzig gilt als Kleinod der sächsischen Kulturgeschichte. Bis heute hat sich die originale Bausubstanz erhalten und vermittelt die heitere Stimmung des Rokoko. Seine Räumlichkeiten bieten ein exklusives Ambiente für jede Art von Veranstaltungen, seien es Hochzeiten, Kongresse und vieles mehr. Und seine gastronomische Vielfalt lässt die Herzen von Freunden der gehobenen Kochkunst höher schlagen.
Herzlich willkommen im Gohliser Schlösschen.“

Quelle: http://www.gohliser-schloss.de/html/schloss.php


 





 

 

Und am Eingang Menckestraße 23 war alles aufwendig für ein Sommertheater vorbereitet:

 

 











Die Sonnenuhr in der Menckestraße 5




Wenn man bei Sonnenschein zur Menckestraße 5 kommt, merkt man gleich, daß dies die Nordseite des Hauses ist und somit die Sonnenuhr auf der anderen Seite des Hauses sein muß. Also gleich durch die Eingangstür weitergehen!













Der Eintrag über diese Leipziger Sonnenuhr ist aus dem Katalog "Sonnenuhren Deutschland und Schweiz" der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie von 1994

Tja, dieser Eintrag ist sehr wortkarg. Immerhin handelt es sich um eine sehr schön gestaltete Sonnenuhr aus dem Jahr 1905!





Schade ist hier eigentlich nur, daß der Schatten nicht bis zu den Ziffern reicht! Hat man hier einen etwas zu kurzen Polstab eingesetzt?






















Auf Wiedersehen in der Gosenschenke!






Die Sonnenuhr in der Rietschelstraße 26








Der Eintrag über diese Leipziger Sonnenuhr ist aus dem Katalog "Sonnenuhren Deutschland und Schweiz" der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie von 1994














Einige Bilder aus Leipzig
















Altes Rathaus

Markt

“Das Leipziger Wahrzeichen wurde 1556 als erstes Renaissance-Rathaus in Deutschland von Hieronymus Lotter errichtet und war bis 1905 Sitz der Stadtverwaltung. Durch die asymmetrische Teilung der Fassade, strahlt es einen eigentümlichen Reiz aus. Bei der 1672 angebrachten goldenen Umschrift handelt es sich um eine der längsten Umschriften der Welt…“

Quelle: http://www.leipzig.travel/de/Presse/Leipzig/Lexikon_1192.html























Ihn will ich loben und preisen und ihm danken für seinen zauberhaften Frühlingsgesang, mitten im Winter, abends am 17. Januar in Leipzig und ihm eine fetzige Amselfrau wünschen und daß die beiden dann ihre Jungen aufziehen können und dabei nicht unter die Räder kommen mögen...!























 



Ein kleiner Leipziger Sonnenuhren-Link im Internet:

 

http://www.geocaching.com/geocache/GC2NAGA_sonnenuhren-in-leipzig

 

Sonnenuhren in Leipzig

diese Runde ist etwa 9 km lang und am besten mit dem Fahrrad oder Fuß zu absolvieren. Außerdem wird für die ersten zwei Stationen eventuell ein Fernglas oder eine Digitalkamera mit einem guten Zoom benötigt.“ ...



 

Die folgende Quelle   ©   http://www.sonnenuhren-suche.de/datenbank/

nennt für Leipzig noch diese Sonnenuhren:


DGC 6884

04107

Leipzig (Zentrum)

Kulturpark Clara Zetkin

N 51:19:43.9 E 12:21:29.3

DGC 5590

04109

Leipzig (Zentrum)

Markt 4 (Alte Waage)

N 51:20:29.6 E 12:22:24.6

DGC 5428

04155

Leipzig (Gohlis-Süd)

Menckestr. 23 (Gohliser Schlößchen)

N 51:21:23.3 E 12:21:52.0

DGC 6885

04155

Leipzig (Gohlis-Süd)

Menckestr. 5 (Gosenschenke Ohne Bedenken)

N 51:21:27.0 E 12:22:03.0

DGC 6888

04177

Leipzig (Altlindenau)

Rietschelstr. 26

N 51:20:32.8 E 12:19:47.7

DGC 14220

04178

Leipzig (Böhlitz-Ehrenberg)

Leipziger Str. 198

N 51:21:43.3 E 12:16:37.8

DGC 6892

04277

Leipzig (Connewitz)

Bernhard-Göring-Str. 159

N 51:18:37.5 E 12:22:36.0

DGC 6896

04289

Leipzig (Probstheida)

Ringelnatzweg 6

N 51:18:00.4 E 12:25:46.2



Tja und der DGC-Katalog von 1994 nennt ja auch eine stattliche Anzahl von Sonnenuhren in Leipzig:






 

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