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Bremen

 

 Bremen

                                                         Für das Bild Dank an Wikipedia

 

Bremen ist eine ernste, gescheuerte Stadt, mit Lindenbäumen vor den Häusern, sonst ziemlich nackt und kahl gelegen, in einer Sandwüste, unter Rüben und Braunkohl... meinte 1832 Eduard Beurmann über die Stadt.


Im Jahr 2007 könnte man noch hinzufügen:

Bremen ist nach einer Zählung von Dieter Vornholz, dem vormaligen Leiter des Bremer Planetariums, die Stadt mit der höchsten Sonnenuhrendichte in Deutschland. Kürzlich behauptete er in einem Bremischen Anzeigenblatt sogar, daß Bremen, bezogen auf die Zahl ihrer Einwohner weltweit die Stadt mit der größten Sonnenuhrendichte sei... was immer das bedeuten soll. Das erinnert mich an den immerwährenden grotesken Wettlauf um die größte Sonnenuhr. Ich erinnere mich in dem Zusammenhang noch gut an den Bürgermeister von Minami-mura in Japan, der mit seiner Sonnenuhr unbedingt ins Buch der Rekorde kommen wollte. Naja, jeder blamiert sich eben so gut er kann. Es gibt angeblich über 125 ortsfeste Sonnenuhren in der Stadt.

Nachgezählt hat das noch niemand, zumal es bis jetzt auch keine nachprüfbare und veröffentlichte Datei mit genauen Adressenangaben gibt. Das Bildarchiv der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie weist eine wesentlich niedrigere Zahl von Einträgen für Bremen auf!

Die meisten Bremer Sonnenuhren hat Dieter Vornholz mehrfach beschrieben und erklärt, und zwar auf den Internetseiten des Olbers-Planetariums Bremen, in der vergriffenen Schrift BREMER SONNENUHREN, Hauschild 1995, in drei umfangreichen Beiträgen für die Jahrbücher der Deutschen Rhododendron-Gesellschaft 1995, 1996 und 1997 und in der Zeitschrift GARTENPRAXIS Juli 1997. Außerdem sind alle Bremer Sonnenuhren im Katalog der Deutschen Gesellschaft für Chronometie verzeichnet und genau beschrieben.


Die Bremer Domsonnenuhr

 

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Seit Monaten ist der Polstab der Sonnenuhr nach oben verbogen. Dies ist eine Aufnahme vom 3. August 2010. Ich habe an diverse Verantwortliche der Domverwaltung und an dort angestellte Priester und an das Bauherrenkollegium gemailt und um Abhilfe gebeten. Es gab keinerlei Antworten! Doch dann gab es auf meine Anregung hin einen schönen Artikel im Bremer Weser-Kurier!


                                            © Weser-Kurier


Ich danke Karina Skwirblies und dem Bremer Weser-Kurier, daß sie sich dem Problem zugewandt haben! Es müßte allerdings nicht nur der Polstab geradegebogen werden, sondern auch der seit langem fehlende Nodus-Knoten wieder eingesetzt werden!

Nur eine Woche nach Erscheinen des Zeitungsartikels wurde Herr Roland Peuthert beauftragt, die Sonnenuhr wieder instandzusetzen! Siehe dazu auch meinen Eintrag im Schwarzen Brett!

Und so sieht sie nun aus, nachdem der Schattenstab wieder nach unten gebogen wurde und auch noch der fehlende Nodus-Knauf aufgesteckt wurde. Der ist allerdings leider zu groß geraten!





















Für weitere Details empfehle ich meinen Link Die Bremer Domsonnenuhr!


Die Sonnenuhr im Schnoor


Ich konnte einmal für 4 Euro eine alte Postkarte erwerben, auf der diese Sonnenuhr sehr schmuck aussieht und das Haus aus dem Jahr 1621 sehr heruntergekommen. In der Zwischenzeit hat man die Straße längst saniert und das Schnoorviertel, benannt nach dieser schmalen Gasse „Schnoor" ist bei Touristen wie Bremern gleichermaßen beliebt. Die Sonnenuhr ist im Haus Nr. 9 zu finden. Man muß allerdings seinen Kopf in den Nacken legen, um sie gut zu sehen.

Auf der Sonnenuhr kann man folgende Inschrift erkennen:

W:D:S:S:K:S:V:G:U:Z
D:G:L:P:S:D
ANNO 1727

Die Inschrift bedeutet nach Karl Dillschneider, Schnoor, Hauschild, Bremen 1978:
WENN DIE SONNE SCHEINT KÜNDET SIE VON GOTT UNSERE ZEIT
DEUTET GOTT LOB PREIS SEI DIR

 

                                 Postkarte

 

DGC_Eintrag

Der Eintrag über diese Sonnenuhr ist aus dem Katalog "Sonnenuhren Deutschland und Schweiz" der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie von 1994

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In der Nähe dieser Sonnenuhr gibt es das Brigittenkloster, dessen moderne Kapelle zum Gebet einlädt.

              Brigitten



Die Sonnenuhren im Bremer Focke-Museum

 

Das Bremer Focke-Museum www.focke-museum.de/ ist im Besitz einiger sehr schöner Sonnenuhren. Drei davon sind im Garten ausgestellt und wären dort mit einer Ausnahme auch funktionsfähig. Man hat durch Dieter Vornholz die Schattenwerfer nachberechnen lassen und neu eingesetzt. Leider hat man nicht bedacht, die drei Schätze an einer Stelle aufzustellen, an der sie auch ausreichend Sonnenlicht erhalten. So schränkt ein großer Laubbaum die Freude am Ablesen erheblich ein. In den Wintermonaten sind sie unter Verschlägen versteckt. Ein weiteres Handikap besteht darin, daß die stark beschädigte Sternsonnenuhr falsch aufgestellt ist, d.h. der Polstab weist genau nach Süden, wo ja bekanntermaßen der Nordpol schwer zu finden ist. Das Merkwürdige an dieser Sonnenuhr ist, daß sie schon mal richtig aufgestellt war und dann wieder falsch und dann wieder richtig und nun steht sie seit geraumer Zeit wieder falsch und die Leitung des Museums, die natürlich von mir auf den Fehler aufmerksam gemacht wurde, hat kein Interesse daran, die Sternsonnenuhr richtig zu plazieren. Dieter Vornholz hat diese Geschichte von der sich ständig drehenden Sonnenuhr sehr hübsch auf den Seiten des Bremer Olbers-Planetariums im Internet dokumentiert.

Neben diesen drei eigentlich feststehenden Sonnenuhren besitzt das Fockemuseum noch eine kleinere Anzahl von tragbaren Sonnenuhren, die sehr schön im Schaumagazin des Museums präsentiert werden. Darunter wären die zwei Mittagskanonen besonders zu erwähnen.


Der Siebenflächner des Focke-Museums

 

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Die Sternsonnenuhr des Focke-Museums


Zunächst sahen die Sternsonnenuhr und die Würfelsonnenuhr so aus. Als im Jahr 1997 die Jahrestagung des Fachkreises Sonnenuhren der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie in Delmenhorst und Bremen stattfand, stellte die Museumsleitung diese Sonnenuhren so im Museum zur Schau:

 

1997

Foto: Fer J. de Vries

 

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Nachdem Dieter Vornholz die Schattenwerfer für die Sternsonnenuhr von Theophilus Wilhelm Frese berechnet hatte, wurde die Sonnenuhr erst einmal falsch herum aufgestellt und nachdem ein Besucher aus Japan dies bemerkt hatte und in einem astronomischen Magazin in Japan moniert hatte, wurde die Sonnenuhr gedreht und richtig aufgestellt. Die Geschichte dazu finden Sie unter:

http://planetarium.hs-bremen.de/planetarium/astroinfo/sonnenuhren/frese.htm

In Bremen gibt es noch zwei weitere Sternsonnenuhren, die Dieter Vornholz in den beiden nachfolgenden links beschrieben hat:

http://planetarium.hs-bremen.de/planetarium/astroinfo/sonnenuhren/plssterk.htm

http://planetarium.hs-bremen.de/planetarium/astroinfo/sonnenuhren/rosenk.htm

 

                              richtig aufgestellt

 

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Nach vollbrachter Drehung durch einen Steinmetz: Links Dieter Vornholz, rechts Reinhold Kriegler

 

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Irgendwann hat sich die Sonnenuhr dann wieder gedreht und sucht nun den Nordpol wieder in südlicher Richtung:

 

                           falsch  aufgestellt

 

Wenn die Sonne nicht scheint oder wenn der große Baum in unmittelbarer Nähe die Sternsonnenuhr einschattet, dann fällt dies nicht so sehr auf... und der gegenwärtigen Museumsleitung ist das ohnehin egal...

 

           Foto Elsa Stocco

                                                                                Foto: Elsa Stocco

 


Die Würfelsonnenuhr von 1759 des Focke-Museums

 

                    1759

 

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Die tragbaren Sonnenuhren des Fockemuseum


Seit das Fockemuseum sich ein feines Schaumagazin zugelegt hat, ist auch die Sammlung der tragbaren Sonnenuhren für den normalen Museumsbesucher zugänglich. Sie sind in einer Vitrine in einer Ecke des Untergeschoßes zu sehen. Da liegen sie dicht gedrängt gleich neben einer Sammlung schöner Sanduhren. Es wäre sehr zu wünschen, wenn sich die Museumsleitung dazu entschließen würde, diese kleinen Kostbarkeiten in der regulären Schausammlung zu zeigen. Die zwei Mittagskanonen wären mit Sicherheit ein "Blickfang", wie das die Dekorateure für ihre Schaufenstergestaltung nennen. Vielleicht könnte man eine der beiden Mittagskanonen sogar wieder so weit herrichten, daß mit ihr bei Sonnenschein gelegentliche Demonstrationen im Garten angeboten werden könnten!

 

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Die Sonnenuhren der Raths-Apotheke


Über die Wanderung der Sonnenuhr an den Fassaden der Bremer Raths-Apotheke habe ich für die Jahresschrift 2007 der DGC einen zehnseitigen Artikel geschrieben: NULLA HORA SINE LINEA - Keine Stunde ohne Linie... Sie können diesen Artikel durch Anklicken aufrufen.

Arnold Zenkert schrieb mir dazu:

"Der Spruch NULLA HORA (DIES).. wurde vielfach von den Jesuiten verwendet, u. zw. in dem Sinne, immer tätig zu sein, nicht die kostbare Zeit zu verplempern. LINEA im Sinne von schaffen, tätigsein."

 

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Der Bildhauer August Tölken, Schöpfer der neuen Raths-Apotheken-Sonnenuhr. Foto aus den "Bremer Nachrichten" vom 2.12.61> 

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Die Sonnenuhr von August Tölken im ehemaligen Fockemuseums-Garten 

 

August T Ö L K E N
14. September 1892 bis 28. Mai 1975

ATDer in Bremen geborene Bildhauer August Tölken studierte in Karlsruhe und Berlin. Er hielt sich danach zu Studienaufenthalten in Paris und Italien auf. Er hatte in Berlin ein Atelier, das im 2. Weltkrieg ausgebombt wurde. 1945 kehrte er nach Bremen zurück, wo er dreißig Jahre später verstarb.
Es erwies sich als recht mühsam, Spuren seines immerhin dreißigjährigen Schaffens in Bremen aufzufinden.
In der Bremer Kunsthalle gibt es zwei Werke von ihm im Depot: Ein  "Bildnis Margarethe von Reinken", um 1923-1925, Bronze, und eine kleine Tonskulptur einer "Europa", um 1950.  
Während ich im Rahmen meiner Recherchen über den Verbleib seiner Werke in öffentlicher Hand von der Kunsthalle sehr freundliche Auskünfte erhielt, fand es die für Kunst zuständige Staatsrätin nicht für nötig, mir auf zwei schriftliche Anfragen zum Verbleib zweier Tölkenplastiken in Bremischen Besitz zu antworten. Nun, sie wurde in der Zwischenzeit im Amt abgelöst, was sicherlich nicht zum Schaden für die bremischen Künstler bzw. die bremische Lokalpolitik war.


Ich habe noch den neuen Standort seiner zwei diskutierenden Knaben in der Fritz-Wendt- Stiftung aufgespürt, wo mir eine muffige Kinderhort-Mitarbeiterin sehr widerwillig die Tür zu einem kleinen Lichthof aufsperrte, damit ich dort meine Fotos machen konnte.
So ist August Tölken in der Stadt durch drei Sonnenuhrenwerke präsent, sowie durch ein Fries an der Giebelfront des früher so genannten „Deutschen Hauses“. Das ist wahrlich nicht viel für so ein langes Künstlerleben!

Wenn man sich die drei Tölken-Sonnenuhren etwas kritisch anschaut, so muß man ehrlich sagen, daß es wahrlich keine bedeutenden Werke sind.

(Die Portraitaufnahme von August Tölken ist aus einem Zeitungsartikel der "Bremer Nachrichten" vom 14. 9. 1967)

Wenn ich mir die äquatorparallele Sonnenuhr im kleinen Park an der Weser so ansehe, dann ist das Beste daran sicherlich die Säule von 1747 mit der die Sonnenuhr klobig verheiratet wurde. Nachdem dieser ehemalige Focke-Museums-Garten vom bremischen Stadtgrün aufgehübscht wurde, bekam die Sonnenuhr auch wieder einen Schattenstab.

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Conxita Bou von der Katalanischen Sonnenuhrgesellschaft bei ihrem Besuch in Bremen

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                      Beim Entfernen von Schmierereien auf der Sonnenuhr


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 Eine nähere Beschreibung dieser Sonnenuhr von August Tölken  durch Dieter Vornholz findet sich auf den Seiten des Olbers-Planetariums!

 


Die Sonnenuhr von August Tölken im Botanischen Garten

 

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Diese Sonnenuhr im Botanischen Garten von Bremen wurde seit ihrer Aufstellung in den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts von tausenden von Besuchern gesehen. Sicherlich haben auch viele mit Hilfe ihrer Armbanduhr und der angebrachten Zeitgleichungskurve überprüft, ob sie auch richtig geht. Seit Vandalen es "geschafft" haben, den wahrlich sehr kräftig ausgeführten Gnomon zu verbiegen, wird dies allerdings nicht mehr befriedigend gelingen. Es müßte doch möglich sein, bei den durch die "Botanica" in den Sand gesetzten Geldern noch ein paar Euro unauffällig abzuzweigen, damit eine Firma beauftragt wird, die den Schattenwerfer wieder zurückbiegt!
 

              

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Rohr_1Mich hat an dieser Sonnenuhr sehr erstaunt, daß René R. J. Rohr die Sonnenuhr in sein herrliches Buch "Die Sonnenuhr", Callwey Verlag 1982, mit zwei Abbildungen und einer kurzen Beschreibung aufgenommen hat!

Wahrlich eine große Ehre für dieses bescheidene Sonnenuhrenwerk!

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 Oben: Rohr Seite 56

< Links: Rohr Seite 196

 

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                    Schuetze 

  

Dieter Vornholz hat auch über diese Sonnenuhr eine kurze Notiz auf der Internetseite des Olbers-Planetariums veröffentlicht.

 



Die Sonnenuhr in Rablinghausen

 

Kirchenansicht von der  Strassenseite her

 

Von der Straßenseite her ist die Sonnenuhr der Rablinghauser Kirche nicht zu sehen. Hier zunächst der Eintrag im Sonnenuhrenkatalog der DGC:

 

    DGC_Katalogeintrag

Der Eintrag über diese Sonnenuhr ist aus dem Katalog "Sonnenuhren Deutschland und Schweiz" der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie von 1994

Jedoch ist die Sonnenuhr von der Friedhofseite her gut einzusehen:

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Konrad Elmshäuser
, Leiter des Bremischen Staatsarchivs, hat über die Rablinghauser Kirche einen vorzüglichen Sonderdruck aus dem Bremischen Jahrbuch herausgegeben, in dem er auch schöne historische Baupläne abbildet. Daraus ist nicht abzulesen, daß die Sonnenuhr zusammen mit der Kirche geplant wurde. Ich habe auch sehr sorgfältig die gesamten Kirchenakten im Staatsarchiv durchgesehen und konnte keinen Beleg für die Anschaffung der Sonnenuhr finden. Sie ist also später einmal angekauft oder geschenkt und nach Süden ausgerichtet an der Kirchenwand befestigt worden. Auf einem Foto aus dem Jahr 1850 ist die Sonnenuhr allerdings schon zu erkennen. Zunächst ein Bildausschnitt und nachfolgend das Bild aus dem Sonderdruck von Konrad Elmshäuser:

 

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Foto aus dem Sonderdruck

                                                           © Bremisches Staatsarchiv

 

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Im Innern sieht diese Kirche sehr aufgeräumt, ja man könnte fast sagen "geschniegelt", jedenfalls sehr ordentlich aus. Alles ist neu gestrichen und fein poliert, die wenigen Relikte aus alter Zeit sind sauber in die Wand eingefügt.

 

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Auch der Friedhof ist das, was man gemeinhin als "sehr gepflegt" bezeichnet. Die Wege sind breit, fein gekiest, Unkräuter kommen nicht vor, die Büsche auf und zwischen den Gräbern sind gestutzt, auf den Gräbern ist Blumenschmuck.

 

           Friedhof

 

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Morbus Pastoris

Diese hübsche kleine Sonnenuhr ist geschädigt: Es geht ein Riß über die gesamte Platte. Der Schattenstab ist verbogen, die Platte steht nicht mehr senkrecht. Es wäre jammerschade, wenn man zusähe, bis eindringendes Regenwasser und gefrierendes Wasser die Platte ganz sprengen würde.

Ich habe mir im Kirchenbüro den Namen des Pastors geben lassen und habe ihm einen schönen Brief geschrieben, ihn auf die Schäden hingewiesen und ihn gebeten, die Sonnenuhr vor weiterem Zerfall zu bewahren. Ich habe auch meine guten Dienste angeboten, wenn sie denn gewünscht wären.

Normal wäre doch, daß man auf so einen Brief eine irgendwie geartete Antwort bekommen sollte. Aber es kam nichts. Da ich schon mehrfach derartige Erfahrungen - vorzugsweise mit evangelischen Pastoren und Pastorinnen gemacht habe war ich nicht weiter verwundert. Es ist dies ein sozialer Defekt, den ich Morbus Pastoris nenne. Denn "normal" ist so ein Verhalten nicht! Es ist unhöflich, zeigt eine hochmütige Haltung und ist eine für kirchliche Funktionsträger nicht angemessene Verhaltensweise. Ich habe im Laufe der Zeit auch gelernt, daß es völlig unerheblich ist, ob ich einen Papierbrief schreibe oder ein Email, auch ein nochmaliges Nachfragen bringt keine andere Verhaltensweise. Man schweigt, man ignoriert den Briefschreiber und sein Anliegen, ein wichtiges Kulturgut vor dem Verfall zu bewahren. Man hat offensichtlich Wichtigeres zu tun...

 


Die Sonnenuhr in Grambke

 

Die Sonnenuhr der evangelischen Kirche in 28719 Bremen-Grambke mit der DGC- Nummer 10203 habe ich einmal auf dem Weg zu einer andern Sonnenuhr quasi im Vorbeifahren durch einen flinken Blick aus dem Autofenster erhascht. Ich bin gleich abgebogen, um mir die kleine Sonnenuhr, von deren Existenz ich schon länger wußte, näher anzuschauen.

 

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Die Kirche war - einem schlechten Brauch norddeutscher evangelischer Kirchen folgend - geschlossen. Wovor haben die evangelischen Pastoren eigentlich Angst? Dabei gibt man sich nach außen hin durchaus modern, unterhält eine Webseite, bei der es sogar eine Information zur Sonnenuhr gibt: Die Sonnenuhr der Grambker Kirche © Evangelische Kirchengemeinde Grambke. Aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren - der Kontakt ist doch reichlich kühl gestaltet - auf schwarzem, poliertem Marmor - als würde es zu einem Begräbnis gehen...

 

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Ich habe den Pastor der Kirche wegen der Sonnenuhr angeschrieben: Zweimal per Email, einmal per Papier-Post. Keine Reaktion! Befund: Morbus Pastoris! (Näheres dazu siehe oben bei der Rablinghauser Kirche!)

 

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                       Kanzel

 

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Die Sonnenuhr in Walle

 

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Die Sonnenuhr an der evangelischen Kirche in Bremen Walle ist im Katalog der DGC folgendermaßen beschrieben:

28219 Bremen-Walle: 53°05'/-8°50'
Lange Reihe, Kirche, Südpfeiler; Typ: Wand-SU; Azimut: -18,7°; Zeitanz.: WOZ, gebrochen 6-12-6, Rahmen Strahlen 1/2 h, arabisch; künstl. Ausf.: Steinarbeit; Werkstoff: Sandstein; Schattenwerfer: Polstab; zeitl. Zuordnung: neuz.; Stil: einfach; Zustand: gut, hist. interess.; Anm.: Turm erbaut 1658, Schiff erbaut 1726, Schiff zerstört 1942; Lit.: Internet: Olbers-Planetarium (DGC 10202)

 

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Im Krieg wurde die Kirche zerstört, jedoch blieb der hübsche Barockturm stehen. Ich möchte hier gern die Einleitung eines sehr schönen Aufsatzes von Bodo Grotheer zitieren, der auf der Webseite der Kirche dann weitergelesen werden kann!

http://www.kirche-bremen.de/gemeinden/33_bremen_walle/33_bremen_walle_wir_ueber_uns.php

 

340 Jahre Waller Kirchturm
Zusammengetragen von Bodo Grotheer

"Der Krieg hat uns nicht viele der Kirchtürme unserer Stadt unversehrt gelassen. Einer der schönsten ist uns geblieben: der Kirchturm von Walle. Der Kirchenraum wurde zerstört und "hing wie ein altes schönes Kleid ein wenig lässig um den Leib". Ein Freund der Gemeinde (Wilhelm Kellner) hat ihn auf seine Kosten wieder zurecht gerückt. So hat diese barocke Schönheit, die es so nicht mehr gibt, seitdem der große St. Ansgariturm in sich zusammensank, die 340 Jahre überstanden. Dabei ist es ein merkwürdiges Neben- und Miteinander von Turm und Kirche gewesen. Er wurde an ein Gotteshaus gebaut, das die Waller Bauern sich 1524 aus den Steinen des damals gegen drohende Belagerung der evangelisch werdenden Stadt niedergerissenen Michaeliskirchleins errichtet hatten. Unsere Kirche "Sunte Michaelis tho Walle" wurde 1726 durch eine andere ersetzt, die im letzten Krieg zerstört wurde. Sie war eigentlich nur ein Betsaal in strengem holländischem Barock. Hier bestimmte der Turm das erste Mal Maß und Form der zu ihm gehörigen Kirche - bis heute."

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Ich habe natürlich auch hier den Pastor der Kirche angeschrieben und ihn um Auskünfte über die Sonnenuhr gebeten. Sie ahnen es vielleicht schon? Diesmal habe ich aber eine Antwort erhalten, jedoch es war nur eine Vertröstung - also eine Variante von Morbus Pastoris...

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Die Sonnenuhr der St. Ansgarii-Kirche


Sonnenuhren haben eine begrenzte Lebensdauer. Sie brauchen von Zeit zu Zeit eine umsichtige Restaurierung, damit sie weiterleben können. In Deutschland sind durch Kriegseinwirkung und nachfolgende architektonische "Neuerungswut" viele Sonnenuhren beschädigt und zerstört worden. Bei manchen Sonnenuhren ist das sehr bedauerlich, vor allem, wenn sie ein ehrwürdiges Alter haben bzw. hatten. Die Sonnenuhr der St. Ansgarii-Kirche zu Bremen hat sicherlich gut 300 Jahre die Zeit angezeigt und so kann man bei ihr schon von einem großen Verlust sprechen.

Zerstört wurde sie durch Bomben, wobei der Turm bereits am 20. Dezember 1943 getroffen wurde, der danach aber erst am 1. September 1944 ins Kirchenschiff fiel. Mit 118 Metern war der Turm der Ansgariikirche der höchste Kirchturm in Bremen. Die Sonnenuhr ist jetzt nur noch als kleines Modell in der neuen Ansgarii-Kirche an der Schwachhauser Heerstraße erahnbar.

 

       Kirchenmodell

 

       Sonnenuhrdetail

 

Die Recherche zu dieser Sonnenuhr erwies sich als ziemlich schwierig, weil es zwar viele Aufnahmen und Stiche über die Kirche gibt, jedoch sind fast alle Bilder von einem Winkel aufgenommen, bei der die Sonnenuhr nicht sichtbar ist. Ich habe sehr umfangreiche Nachforschungen zu dieser Sonnenuhr angestellt und einen Datensatz von derzeit ca. 70 MB zusammengetragen. Ich will hier gern einen kleinen Einblick gewähren.

     DGC Katalog

Der Eintrag über diese Sonnenuhr ist aus dem Katalog "Sonnenuhren Deutschland und Schweiz" der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie von 1994

 

       Detail der Zeichnung von  1823

   

                              Zeichnung von 1823

   

Diese Zeichnung ist aus dem Besitz des Bremer Focke-Museums. Der Zeichner dieser St. Ansgarii-Zeichnung hatte mit Sicherheit keine Ahnung von Sonnenuhren, aber er hat sich an einem Fantasieprodukt versucht. Der vorangegangene Detail-Ausschnitt zeigt dies recht anschaulich. Die zugehörige Karteikarte des Fockemuseums führt dazu aus:

Architekturzeichnung der Ansgariikirche gegen Norden mit vorgebauten Häusern in der Obernstraße. Rechts Turmspitze mit Baugerüst für das Aufsetzen von Knopf und Wetterfahne (1823?) Vermutlich handelt es sich um die Erneuerung der Turmspitze 1823 (?)

 

Beim Landesamt für Denkmalpflege in Bremen durfte ich diese Aufnahme fotografieren:

 

          St Ansgarii Kirche

 

            Detail aus dem Foto

 

Das Focke-Museum verkauft eine Postkarte mit einer Stadtansicht von Bremen aus dem Jahr von 1602, gemalt von Jürgen Landwehr, bei der mich nicht so sehr der Pulverdampf interessierte, der aus dem Kirchturm kommt, sondern natürlich "meine" Sonnenuhr!

 

         Landwehr 1602

 

Landwehr 1602 Detail mit SU

 

Naja, man braucht etwas Fantasie, aber die Sonnenuhr ist tatsächlich im dritten Giebel von links mit Lupenbrille zu erkennen! 

Erstaunlich fand ich, wie auf einem meterlangen Leporello mit Radierungen von Ansichten Bremens von der Weser aus betrachtet um das Jahr 1840, der Künstler die Sonnenuhr von St. Ansgarii sehr präzise darstellte!

 

                 Leporello 1840

 

       Detailansicht mit  Sonnenuhr 

Sehr hübsch fand ich auch eine Kaffeetasse aus dem Jahr 1850, ganze 7,1 cm hoch, bei dem als Vorlage eine Lithographie aus dem Jahr 1845 diente:

 

               Kaffeetasse 1850

 

Eine sorgfältig gemalte Postkarte aus der Vorkriegszeit des 20. Jahrhunderts mit der St. Ansgarii-Kirche zeigt sehr schön auch die Sonnenuhr.

 

                                 Postkarte

 

                   Postkarten_Detail

 

Hier muß ich ein Bild einfügen, das die Zerstörung der St. Ansgarii-Kirche im Jahr 1946 zeigt. Die Tuschzeichnung stammt von Herbert Wellmann.

 

       Ruine

 

Der Plan der Stadt Bremen und darin "Die Kirch zu St. Anscharii 1734" – eine großformatige Federzeichnung von Johann Daniel Heinbach – war für mich sozusagen das Nonplusultra all meiner Bemühungen um diese Sonnenuhr, angefangen bei der jetzigen Kirchengemeinde St. Ansgarii, im Staatsarchiv, im Focke-Museum, beim Landesamt für Denkmalpflege, in der Staatsbibliothek und in der Stadtbibliothek.

 

Johann Daniel Haynbach/ auch Heinbach wurde 1694 in Marburg geboren und starb im September 1764 in Bremen. Er hat die St. Ansgariikirche zweimal ausgeführt. Einmal bei diesem dekorativen Plan der Stadt Bremen aus dem Jahr 1734, der neben 31 Wappen wichtige Gebäude der Stadt um den Plan herum aufreiht – darunter die St. Anschariikirche - und dann noch im Jahr 1757, wie sich aus dem Werk von Schwarzwälder, Bremen im 17. Jahrhundert; 1996 ergibt.

Hierbei ist stets die Sonnenuhr im Giebel gut erkennbar!

 

Die nachfolgenden Fotos hat mir Martha A. Villegas geschenkt. Die Aufnahmen stammen von ihr und von José Montes aus Mexiko, wofür ich mich sehr herzlich bedanke.

 

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Zu guterletzt noch Ernst Zinner:

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Ernst Zinner ist oft ein guter Gewährsmann zum Aufspüren von Sonnenuhren, doch wie er in seiner Notiz bei der Altersangabe für die Sonnenuhr auf das 17. Jahrhundert gekommen ist und wie er das belegt hat, ist mir etwas schleierhaft. Er lag ja auch bei der Altersangabe für die Sonnenuhr der Raths-Apotheke mächtig daneben! Siehe meinen Artikel "Nulla Hora Sine Linea"! Vermutlich war das mal wieder eine bloße Vermutung von Zinner.

   

M uch Ado About Nothing?

 

Keineswegs! Es bereitet sehr großes Vergnügen, einer verschwundenen Sonnenuhr hinterherzuforschen und das umso mehr, wenn die Quellenlage dünn ist. Wer meine Geschichte um die Rückführung der verschwundenen Sonnenuhr von St. Martin in Otterstedt aus dem Jahr 1684 noch nicht gelesen hat, den möchte ich herzlich dazu einladen:

Heino Bergstedt aus Otterstedt oder Die Sonnenuhren und die Turmuhr von St. Martin in Otterstedt in Niedersachsen

Für meine spanischsprachigen Freunde gibt es das auch in einer Fassung aus "Carpe Diem" vom September 2007:

LA RELIQUIA RECUPERADA Y SU REPLICA

 

Und noch ein kleiner Nachtrag zur verschwundenen Sonnenuhr von St. Ansgarii: Ich dachte mir, daß diese schönen Informationen hier die Pastoren der Kirche interessieren könnte/ sollte und habe einen Pastor und eine Pastorin sowie das Kirchenbüro angemailt. Reaktion? Na, Sie werden es sich schon denken. Also auch hier Morbus Pastoris!

 


 

        Die Sonnenuhren in der Kopernikusstraße 125

 findet man alle HIER







































Die bisher einzige vertikale Ottomanische Sonnenuhr nördlich der Alpen



 

Eine bremische Marginalie

 

                           buten un binnen - wagen un winnen

 

... heißt ein Spruch, den sich die Bremer Kaufleute 1899 an die Schütting-Fassade geschrieben haben.

     Das ist so ein richtiger Angsthasenspruch, mit dem man sich Mut machen will, sich doch auch mal was zu trauen. Wenn man sich die völlig zerrütteten Bremischen Staatsfinanzen ansieht, dann mag man diesen Spruch schon verstehen.

     Er kam mir kürzlich in den Sinn, als ich zwei bremischen Kleinstunternehmern anbot, in meinem gut besuchten Sonnenuhrenlink einen Hinweis auf ihr Gewerbe einzufügen, wovon ich keinerlei Nutzen, sondern nur die Mühe mit dem Eintrag gehabt hätte.

     Zwei freischaffende Fremdenführer bieten nämlich Fahrradtouren zu Bremischen Sonnenuhren im Internet an. Nun: Der eine hat überhaupt nicht geantwortet, die andere hat gleichermaßen naßforsch wie ängstlich klein-mütig geschrieben: "bitte stellen Sie sich doch mal richtig vor. Und was haben Sie mit "meinen" Sonnenuhren vor?"

 

Tja! Bremen, wie es leibt und lebt!

 


Die Sonnenuhr in der Ramdohrstraße 2

53° 4' 29,6 Nord
8° 50' 51,5 Ost

 

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Aufnahme vom 1. Juli 2009

 

Von: Reinhold Kriegler [Reinhold.Kriegler@gmx.de]
Gesendet: Mittwoch, 7. Februar 2007 14:55
An: 'bbg@bbgbremen.de'
Betreff: Sonnenuhr Ramdohrstraße 2

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben die Wohnanlagen Ramdohrstraße 2 sehr schön renoviert!

An der Hauswand befindet sich eine feine Sonnenuhr aus den Fünfzigerjahren, die leider und das ist vor allem nach der erfolgten Renovierung und Restaurierung besonders bedauerlich, durch Pflanzenwuchs unmittelbar vor der Wand zum großen Teil abgedeckt wird!

Ich bin Mitglied im Arbeitskreis Sonnenuhren der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie (www.dg-chrono.de ) und bin gebeten worden, mich für die Neuauflage des Sonnenuhrenkatalogs Deutschland und Schweiz um die Einträge aus Bremen und „umzu" zu kümmern.

D-28205 Bremen (HB) 53°03'/-8°47'


Ramdohrstraße 2, Wohnhaus, Giebel zur Bismarkstraße; Besitzer: Beamtenbaugesellschaft; Typ: Wand-SU, 200×180 cm2; Azimut: SW; Zeitanz.: WOZ, durchgehend 9-12-18, Band Strahlen 1/1 h, arabisch; künstl. Ausf.: Sgraffito: Boot mit Segel, Matrose, Frau mit 2 Kindern; Inschrift: 1955; Werkstoff: Mauerputz; Schattenwerfer: Polstab; zeitl. Zuordnung: 1955; Stil: romantisch; Zustand: gut; Anm.: im Sept 2001 fast total durch Bäume verdeckt (DGC 2559)

Ich hätte zweierlei Bitten an Sie:

1. Gibt es noch Unterlagen darüber, wer seinerzeit die Sonnenuhr berechnet und erstellt hat? Ich wäre an Kopien darüber sehr interessiert.

2. Bitte befreien Sie durch einige gekonnte Schnitte durch Ihre Gartenpflege-Abteilung dieses sehr schöne Sonnenuhrenwerk! Es ist jammerschade, denn es ist ein wirklich hübsches Werk und gerade auch wegen der Deklination der Wand besonders reizvoll!

Mir scheint, daß der Schattenwerfer einer kleinen Korrektur bedürfte. Ich biete Ihnen an, die dafür notwendigen Berechnungen zu liefern.

Mir ist wohl bewußt, daß Sie sich im Tagesgeschäft um ganz andere Fragen kümmern müssen und so eine Anfrage zur Wiederbelebung einer Sonnenuhr sehr randständig und auch ein wenig lästig ist.

Gibt es an Ihrem Immobilienbesitz in Bremen noch weitere Sonnenuhren oder ist die SU an der Fassade der Ramdohrstraße 2 sozusagen ein BBG-Unikat?

Mit freundlichen Grüßen
Reinhold Kriegler

 

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Aufnahme Februar 2007

 

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Aufnahme am 1. Juli 2007 um ca. 13:55 - demnach zeigte dieser verwegen gebaute und gebogene Polstab recht genau die mitteleuropäische Zonenzeit an.

 

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Seitenansicht des Polstabes am 1. Juli 2009

 

Bremen, den 22. Februar 2007

Beamten-Baugesellschaft GmbH
Herrn Kreiner
Tiefer 2
28203 Bremen

Sonnenuhr an der Ramdohrstraße 2

 

Sehr geehrter Herr Kreiner,


ich danke Ihnen sehr für Ihren freundlichen Anruf zu meiner Sonnenuhr-Anfrage vom 8. Fe-bruar! Ich habe mich über Ihre so positive Reaktion wirklich sehr gefreut. Gestern bin ich noch einmal hingefahren, um ein Vorher- Foto zu machen, doch das Werk der Gärtner war schon vollbracht!! So bin ich froh, daß ich bei meinem ersten Besuch wenigstens ein paar Aufnahmen mit meiner kleinen Digi-Kamera gemacht habe.

 

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Ich bin wirklich fasziniert von dieser feinen positiven Grundstimmung, die von dem Werk des Herrn "HB" ausgeht! Auch die 4 Sgraffiti über dem Hauseingang sind allesamt wirklich gekonnt. Das größere Werk an dem Unterstand in der Nähe, das Sie ebenfalls so schön instand gesetzt haben ist von einem Sprayer-Idioten und einem anderen Schmutzfink verunziert worden. Irgendwie scheinen die Leute Schönheit nicht zu ertragen! Mir ist das auch aufgefallen als ich an der Fassade des Hauses Ramdohrstraße 2 hochgeschaut habe und dort ein ramponiertes, halb herausgerissenes Fliegengitter gesehen habe. Warum machen die Leute so was?
Ich habe meinen Freund wegen der Messung der Wandabweichung angeschrieben. Heute Vormittag habe ich auch ein wenig Reklame für dieses Sonnenuhrenwerk gemacht:

- Beim Weser-Kurier
- Beim Bremer Anzeiger
- Beim Weser Report
- Bei Radio - Bremen TV

Ich weiß, daß es immer schwierig ist, für solch randständige Themen Interesse zu wecken, aber gemäß meinem Motto „Du hast keine Chance, aber nutze sie!" habe ich es wenigstens probiert. Ich füge Ihnen die Version für den Weser-Kurier zu Ihrer Information bei.

Mit freundlichen Grüßen

 

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Ein notwendiger Nachtrag: Nun, was denken Sie? Wer von den vier sorgfältig angeschriebenen Bremer jurnalistischen Institutionen hat wohl Interesse gezeigt oder wenigstens geantwortet?

Morbus Pastoris allerorten!

 

Doch nun einige Detailaufnahmen dieser so liebevoll entworfenen und vorzüglich restaurierten Sonnenuhr:

 

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Mir hat auch sehr gut gefallen, wie die Wohnbaugesellschaft einen feinen Hausschmuck vom selben Künstler hat entwerfen lassen, der auch die Sonnenuhr gestaltet hat: HB

 

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Versäumen Sie es also nicht, hier einmal vorbeizuschauen und sich über diese hübsche Sonnenuhr zu freuen. Ja, ich weiß, Sie werden vermutlich die Schattenanzeige mit Ihrer Armbanduhr kontrollieren. Dazu habe ich in meinem Dankbrief an Herrn Kreiner (Siehe oben!) eine Anmerkung gemacht... Am heutigen 1. Juli 2009 ging diese Sonnenuhr wirklich bemerkenswert genau!

 

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D-28209 Bremen (HB) * 53°03'/-8°47'


Georg-Gröning-Straße 118, Wohnhaus, Turm; Besitzer: Heine/Achims Beckshaus; Typ: Wand-SU, konvex-zylindr. 200×200 cm2; Azimut: S; Zeitanz.: WOZ(15° ö.L.)+1, gebrochen 8-1-7, nur Ziffern 1/1 h, arabisch; künstl. Ausf.: Relief einer Sonne; Inschrift: 1898; Schattenwerfer: Polstab gestützt; zeitl. Zuordnung: 1898; Stil: romantisch; Zustand: gut, künstl. interess. (DGC 2557)

 

                                Seit 111 Jahren eine falsche Zeitanzeige?

Nun, vermutlich ist der Fehler bei der Erneuerung der Hausfassade und Umgestaltung der Sonnenuhr passiert. Schade ist es schon, daß diese Sonnenuhr nicht richtig geht!

 

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D-28359 Bremen (HB)

Alten Eichen 46

 

              Alten Eichen 46

                                         © Google Maps - Ausschnitt

 

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              A E 3

 


D-28213 Bremen-Schwachhausen (HB) 53°03'/-8°47'


Schwachhauser Heerstraße 186, Café Buchner Hotel/Restaurant, des Türmchens; Besitzer: Café Buchner; Typ: Wand-SU, 100×120 cm2; Azimut: S; Zeitanz.: WOZ(15° ö.L.)+1, gebrochen VIII-...-VII, Ziffern, römisch, falsch; künstl. Ausf.: Malerei; farbige Sonne um Fußpunkt des Stabes; Werkstoff: Mauerputz; Schattenwerfer: Stab gestützt; zeitl. Zuordnung: 20. Jh.; Stil: modern; Zustand: gut (DGC 2514)

Irgendwie ist das schon seltsam, wenn Leute Geld ausgeben, Handwerker beschäftigen aber es versäumen, eine gute Berechnung der Sonnenuhr machen zu lassen und sich dann mit so einer Pseudosonnenuhr zufrieden geben. Dabei könnte man das immer noch in Ordnung bringen! Ich würde das gern übernehmen.

 

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Horizontal-Sonnenuhr in der Carl-Friedrich-Gauß- Straße in Bremen Horn-Lehe

 

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In Bremen gibt es - wie auch andernorts - eine Dunkelziffer von Sonnenuhren, die noch nicht in lokalen oder überregionalen Statistiken erfaßt sind. Die Sonnenuhr in der Carl-Friedrich-Gauß- Straße in Bremen Horn-Lehe haben mir die Besitzer sehr freundlich angezeigt, nachdem sie den Zeitungsartikel im Bremer Weserkurier 2009 über mich gelesen hatten. Sie haben die horizontale Sonnenuhr vom Steinmetz Frank Graupner (Friedhofstraße 54, 28213 Bremen) aus Obernkirchner Sandstein bauen lassen. Statt möglicher zusätzlicher Sonnenuhren für die vertikalen Flächen haben sie Reliefs mit Symbolen für die vier Himmelsrichtungen einfügen lassen, die der Sonnenuhr ein feines Aussehen verleihen und die Besucher des Gartens sicherlich zu Gesprächen darüber anregen.

 

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Ringsonnenuhr Werderstraße 73

 

Als vom 8. bis 10. Mai 1997 die Jahrestagung des Arbeitskreises Sonnenuhren der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie in Bremen und Delmenhorst stattfand - sie wurde von Dieter Vornholz veranstaltet - da war diese Sonnenuhr der erste Anlaufpunkt für die Exkursion am Samstag.

   

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Ich hatte Herrn Vornholz seinerzeit bei der Durchführung unterstützt und unter anderem eine schöne vierseitige Vorstellung des Tagungsortes Bremen geschrieben und gestaltet. Der Text begann mit dem Satz:

"Bremen ist eine ernste, gescheuerte Stadt, mit Lindenbäumen vor den Häusern, sonst ziemlich nackt und kahl gelegen, in einer Sandwüste, unter Rüben und Braunkohl ..."

 

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Zitat aus:

http://planetarium.hs-bremen.de/planetarium/astroinfo/sonnenuhren/plswerd.htm

 
"...Sie sollte sowohl die Wahre Ortszeit als auch die Bürgerliche Zeit anzeigen können. Hierzu wurden zwei Zifferblätter aus zwei gegeneinander beweglichen Einzelringen angefertigt. Der Ring mit den Römischen Ziffern für die Wahre Ortszeit war fest angebracht, der Ring mit den Arabischen Ziffern für die Bürgerliche Zeit konnte mit Hilfe einer Spindel gedreht werden. Auf diese Weise sollte der Effekt der sogenannten Zeitgleichung berücksichtigt werden."

 

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Eine Sonnenuhr auf Reisen...


... lautet die Überschrift für einen Planetariumslink, in dem von den unterschiedlichen Standorten dieser Sonnenuhr berichtet wird: http://planetarium.hs-bremen.de/planetarium/astroinfo/sonnenuhren/ring/werder.htm


Die Sternsonnenuhr von Frese in der Osterholzer Dorfstraße 33

   

Den Bildhauer Theophilus Wilhelm Frese habe ich auf diesem Link bereits mit seiner Sternsonnenuhr im Garten des Bremer Focke-Museums vorgestellt. Ich wollte zwölf Jahre nach meinem Besuch mit dem großen Pulk von circa 100 Teilnehmern der Sonnenuhren- Jahrestagungsgruppe gern noch einmal allein und ungestört die zweite Sternsonnenuhr von Frese in der Osterholzer Dorfstraße 33 ansehen. Ich hatte großes Glück: Ein Nachmittag mit vollem Sonnenschein und ich wurde vom Ehepaar Bohlmann mit großer Liebenswürdigkeit eingelassen. Beginnen möchte ich mit einem gescannten Foto von 1997:

 

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Über den Bremischen Bildhauer Theophilus Wilhelm Frese (1692-1763) gibt es bei Wikipedia einen guten Eintrag:

http://de.wikipedia.org/wiki/Theophilus_Wilhelm_Frese

 

Zitat daraus:

Frese im Focke Museum"Der genaue Umfang des Werkes von Frese, eines berühmten Künstlers des 18. Jahrhunderts in Bremen, kann auch heute noch nicht annähernd angeben werden. Dies gilt um so mehr für seine außerhalb Bremens angefertigten oder gesammelten Werke, die von einer größeren - das lokale durchaus überschreitenden - Akzeptanz sprechen. In Bremen ist er bis heute vor allem wegen seiner Gartenplastiken, seinen Arbeiten an öffentlichen Gebäuden sowie seine für den privaten Bereich geschaffenen kleinplastischen Werke, meist in Alabaster und Elfenbein bekannt."

   

Focke-Museum: Flora (um 1750)
©Wikipedia Benutzer Godewind/Jür

   

Die Sternsonnenuhr von Th. W. Frese in der Osterholzer Dorfstraße 33 stand einst an einer andern Stelle, bis der große Baum, den wir auf dem nachfolgenden gerahmten Bild sehen, vom Sturm gefällt wurde und dabei ein Sternzacke der Sonnenuhr abbrach und wohl auch Schattenwerfer beschädigt wurden.

 

An dieser Stelle möchte ich etwas Wichtiges einfügen: Man kann gar nicht dankbar genug sein, wenn Privatleute unter teilweise erheblichen Opfern kulturelle Schätze über lange Zeiträume und Generationen hinweg bewahren und an die Nachwelt weiterreichen. So soll es denn auch nicht anmaßend klingen, wenn ich hier schreibe:

 

Diese Sternsonnenuhr ist ein ganz besonderer Schatz, eine echte Rarität über Bremen hinaus und es wäre wunderbar, wenn es gelänge, die Schattenwerfer der Sonnenuhr alle wieder neu zu berechnen und einzufügen und so diese Sonnenuhr wieder auf vielfältige Weise die Zeit und den Lauf der Zeit auf wunderbare Weise anzeigen könnte. Ich danke Frau Bohlmann, daß sie mir dieses Bild gezeigt hat!

 

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Würfelsonnenuhr in der Osterholzer Dorfstraße 33

 

An die wirklich hübsch gestaltete kleine Würfelsonnenuhr konnte ich mich von meinem Besuch im Jahr 1997 noch gut erinnern. Sie stammt ebenfalls von Theophilus W. Frese. Die Schattenwerfer sind im Lauf der Zeit abhanden gekommen und auch hier wäre es zauberhaft, wenn man sie erneuern würde und so diese kleine Sonnenuhr wieder zum Leben erwecken könnte. Von Frese gibt es in Huchting eine große Würfelsonnenuhr, die vor Jahren hervorragend von Michael Paesler aus ziemlich desolatem Zustand wiederhergestellt werden konnte.

 

                         Foto aus dem Jahr 1997

 

 

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Sternsonnenuhr in der Egestorff-Stiftung

 Stiftungsweg 2 in 28325 Bremen

 

Nachdem selbst meine kleine horizontale Sonnenuhr über Google Maps zu erkennen ist, schaue ich bei freistehenden Sonnenuhren immer gern nach, ob sie vom Weltraum aus zu erkennen sind und siehe da: Die Sternsonnenuhr der Egestorff-Stiftung ist klar zu erkennen!

 

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Die Sternsonnenuhr in der Egestorff-Stiftung wurde nach Dieter Vornholz im Jahr 1956 durch eine Replik eines Kunststudenten ersetzt und mit einem vermutlich von Th. W. Frese geschaffenen Sockel verheiratet. Heutzutage können Steinsonnenuhren, auch wenn sie in schlechtem Erhaltungszustand sind, durch verschiedene Maßnahmen gesichert und im Bestand gerettet werden wie Herr Erich Pummer beispielhaft bei der Sonnenuhr am Stefansdom in Wien gezeigt hat. So lobenswert nun diese Replik auch ist, das neue Oberteil steht derart schief und unglücklich auf dem soliden historischen Sockel, daß es ein Jammer ist. Es wäre herrlich, wenn ein Verantwortlicher der Stiftung diese Zeilen läse und sich zu der Bestellung eines Steinmetzes aufraffen würde. Ich biete gern meine guten Dienste an, damit die Sonnenuhr ins rechte Lot und wieder zum richtigen Gehen gebracht würde!

 

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Normalerweise pflegen Sonnenuhrenleute ihre Armbanduhren zu Sonnenuhren zu legen, um augenfällig nachzuweisen, wie richtig die Sonnenuhr ginge. Hier habe ich meine Uhr nur hingelegt, um zu dokumentieren, wie falsch sie geht. Nicht, daß die Armbanduhr nun dieselbe Zeit wie der Schattenwurf der Sonnenuhr aufzeigen sollte - nein, da müssen schon noch die Werte der Zeitgleichung und der Sommerzeit eingerechnet werden, aber hier stimmt halt leider gar nichts! 

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Die bemerkenswert unerotischen nackten Damen und Herren, die hier im Garten aufgestellt sind, stammen sicherlich nicht alle von Frese, jedoch scheint mir diese Dame doch von ihm zu sein. Zumindest hat ihr Gesicht große Ähnlichkein mit einer Portraitbüste von Frese, die im Erdgeschoß des Fockemuseums aufgestellt ist, und zwar genau an der Stelle, wo eine Tür in den Garten hinaus führt, in dem auch eine immer noch falsch ausgerichtete Sternsonnenuhr von Frese zu sehen ist.

 

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Die MEZ/ MESZ- Sonnenuhr in der Feldstraße 26 ...

 

... war lange Jahre seit 1982 ein gnomonischer Glanzpunkt unter den Sonnenuhren Bremens! Als ich nun wieder vorbei fuhr, um eine neue Aufnahme zu machen, staunte ich nicht schlecht, denn da, wo vormals eine halbjährlich wechselnde Sonnenuhr hing, war nur noch ein schön ausgeweißelter Fleck.

 

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Vormals sah das so aus:

 

           Rhododendron 1996

Aus Rhododdendron 1996, S. 146

 

Ja und diese hübsche Geschichte stand 1997 im Bremer Weser-Kurier:

 

          Geburt der Tochter

 

Ich fuhr zum Planetarium, traf Dieter Vornholz an und fragte gleich, wo denn seine Sonnenuhr geblieben sei und erfuhr dann, warum sie nicht mehr dort hängt. Es wäre wirklich ein Jammer, wenn diesem klugen Mann nicht eine Lösung einfallen sollte, wie er - ohne sich in Lebensgefahr zu bringen - den zweimaligen Wechsel des Zifferblattes pro Jahr gefahrlos durchführen könnte.

 

"Es gibt eine Sonnenuhr in Bremen, die die Bürgerliche Zeit anzeigt.
In dem Giebelfeld über der Haustür an meinem Haus fehlte die Stuckfigur. Deshalb beschloß ich, die kahle Stelle mit einer Sonnenuhr zu füllen. Ich beabsichtigte, eine ganz besondere Uhr zu bauen, von der ich annahm, daß sie noch nicht existiere. Später erfuhr ich, daß bereits im letzten Jahrhundert dieser Typ von Sonnenuhren gebaut wurde. Dabei standen damals noch keine programmierbaren
Rechner zur Verfügung, mit denen heute das Problem leicht zu lösen ist." ...

Weiter geht es hier:
http://planetarium.hs-bremen.de/planetarium/astroinfo/sonnenuhren/plsfeld.htm  


 


Bruno-Bürgel-Straße 20

 

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