Kepler Johannes

Meine besondere Johannes Kepler - Verbindung geht auf einem Besuch im Kepler-Museum in Regensburg zurück, als ich noch in Regensburg studierte. Ich war ca. eine halbe Stunde zu früh vor Ort, setzte mich auf die Straße und wartete, bis aufgeschlossen wurde. 

 

     Kepler_Haus_Regensburg

Foto des Keplerhauses aus: SAMMLUNGEN DER STADT REGENSBURG; KEPLER GEDÄCHTNIS HAUS

 

     Tafel

                                                                               Gedenkplatte. Foto: © W. Volk

 

Der Führer, Herr Gerstenberger, hatte mein geduldiges Warten wohl vom Fenster aus beobachtet, weil er sich mir von Anfang an in einer ganz besonders freundlichen Haltung zuwandte und die gesamte Führung der kleinen Gruppe ganz auf mich bezog. Es wurde eine für mich wirklich legendäre Führung, so eindrucksvoll und faszinierend, daß ich sie nie vergessen habe! Und das i-Tüpfelchen kam ganz am Ende: Er schenkte mir ein schmales Büchlein über Kometen, das er geschrieben hatte, das ich öfters durchgesehen und bis zum heutigen Tag aufgehoben habe!

 

     Gerstenberger Kometen

MAX GERSTENBERGER, KOMETEN, AUSSENSEITER AM HIMMELSZELT; STUTTGART 1951

 


 

            Ausstellung 1971

 

                              Portrait Johannes Kepler

 

Wolfgang Kaunzner hat in dem schmalen Ausstellungsbändchen aus Anlaß des 400. Geburtstag von Johannes Kepler einen vorzüglichen Aufsatz über Kepler veröffentlicht, von dem ich das Kapitel über "Kepler und Regensburg" ausgewählt habe:

 

Kepler und Regensburg

 

Den vollständigen Artikel können Sie  H I E R  als PDF-Datei aufrufen!

 


 

Für mein Salon-Bild habe ich die Kopie eines verlorengegangenen Originals von 1610 im Benediktinerkloster in Krems ausgewählt.

 

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Einer der Broterwerbe früherer Astronomen war das Berechnen und Ausstellen von Horoskopen. Von Kepler sollen sich 800 Horoskope erhalten haben. Das berühmteste ist jenes für den Feldherrn Wallenstein, das ich in einer geschönten Version an meine Astrologiewand gezeichnet habe. Ich habe eine Stellungnahme von Kepler hinzugefügt, die mir sehr gefallen hat.

 

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1604 beobachtete Kepler die Supernova 1604 und veröffentlichte seine Beobachtungen im Jahr 1606 in dem Buch De Stella nova in pede Serpentarii („Vom neuen Stern im Fuße des Schlangenträgers"). Das Auftauchen dieses „neuen" Sterns stand im Widerspruch zu der vorherrschenden Ansicht, das Fixsterngewölbe sei auf ewig unveränderlich, und löste heftige Diskussionen in naturphilosophischen Fachkreisen aus." [Aus Wikipedia]

 

Was für ein wunderschön langer Buchtitel!

 

De Stella Nova in pede serpentarii, et qui sub ejus
exortum de novo iniit, Trigono igneo
Libellus astronomicis, physicis, metaphysicis, meteorologicis
et astrologicis disputationibus endoxois et paradoxois
plenus accesserunt[:] I. De Stella Incognita Cygni: Narratio
Astronomica. II. De Jesu Christi Servatoris Vero Anno Natalitio,
consideratio novissimae sententiae Laurentii Suslygae
Poloni, quatuor annos in usitata epocha desiderantis

 

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              © Universitätssternwarte Wien, Institut für Astronomie, Universität Wien

 

Kepler's faith in his powers of observation was well-deserved. The impact of De stella nova was immense. It served as a liberating influence for many astronomers, especially Galileo. Under the weight of new evidence, the old Ptolemaic system was beginning to crumble. Kepler went on to discover his three laws of planetary motion, which would revolutionize astronomy. Of the solar system, he once wrote, "I contemplate its beauty with incredible and ravishing delight." 

From: http://www.nysoclib.org/collections/kepler_johannes.html

 

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            © Universitätssternwarte Wien, Institut für Astronomie, Universität Wien

 

Die Linienzeichnung, die ich im April 2008 rechts neben das Keplerportrait gezeichnet habe, habe ich aus dem Buch STELLA NOVA von Kepler entnommen, das 1606 in Prag erschienen ist. Es bezieht sich auf eine beeindruckende Supernova-Erscheinung, die 1604 erstmals beobachtet wurde und die auch Kepler beobachtet hatte und zu der er zu bedeutenden Überlegungen angeregt wurde, dessen Filtrat er in einem wunderschön gesetzten Buch veröffentlicht hat.

Als Beispiel mag hier dieser zauberhafte kleine Holzschnitt angeführt werden, mit dessen Hilfe Kepler die Position des "neuen Sterns" am Abendhimmel illustriert hat:

 

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Ich habe den Buchtitel so angeordnet, daß er sich quasi aus dem astrologischen Brimborium des Herrn Giuseppe Maria Sesti aus Le Dimore Del Cielo erhebt und trotz seiner optischen Kleinheit mehr Aufmerksamkeit verdient als dessen computergestützte astrologischen Mutmaßungen über ein imaginiertes „Konstellations-Ereignis" im Jahr 4667 vor Christus. Details gibt es bei "Die göttliche Pforte"!

 

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Das hier ist die Seite 90 aus dem STELLA NOVA Buch mit der Randzeichnung, die witzigerweise nicht mit Zirkel und Lineal sondern frei Hand eingefügt wurde, was ich sehr bemerkenswert fand. Heutzutage würde man dafür eine kalte Computerzeichnung erstellen. Daß es das gar nicht braucht und man mit einer Handzeichnung alles viel schöner und sinnfälliger erzählen kann, beweist hier Keplers grafischer Gehilfe.

 

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             © Universitätssternwarte Wien, Institut für Astronomie, Universität Wien

 

Geradezu wie ein billiger Taschenspielertrick mutet dagegen die computergenerierte Sandwich- Darstellung der Kepler-Supernova an, wie sie 400 Jahre später von heutigen Astronomen mit ihren teuren Gerätschaften erstellt wurde. Ich verdanke diese Aufnahme

Bill Blair's
Kepler's Supernova Remnant Page

[http://fuse.pha.jhu.edu/~wpb/Kepler/kepler.htm] *)Not working in the moment!

Please have a look at: http://heritage.stsci.edu/2004/29/supplemental.html

 

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Ich möchte gern vier Internet-Links im Zusammenhang mit meiner Kepler-Geschichte empfehlen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Kepler  

http://www.univie.ac.at/hwastro/  

[http://fuse.pha.jhu.edu/~wpb/Kepler/kepler.html]* Not working in the moment!

*) Bill Blair's Webseiten - mehrfach überprüft - arbeiten zur Zeit nicht. Vielleicht ist es ein temporäres Problem, so daß ich die Webseite erst einmal stehen lassen möchte und dafür auf diesen Link verweise:

http://heritage.stsci.edu/2004/29/supplemental.html

http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/445/pdf/AUB01.pdf

Bernhard Kelle
Mitt den orbibus hatt es khein not. . .
Zur Rolle des Deutschen in den Werken
Johannes Keplers
Studien zur Textsortengeschichte
und zur Entfaltung der Kommunikativen Bezugsbereiche

Hierin die Seiten 227 - 244

und daraus entnommen dies:

Gleich wie es zugehet / wann ein jung Gesell zu Nacht auff der Gassen ein Music
helt / h¨oren solcher zwar viel Jungfrawen zu / vnd erl¨ustigen sich dar¨uber /
aber keine weiß / welcher es etwas gutes bringe / oder wer der Musicant sey /
denn nur eine / mit welcher es der Musicant etwa zuvor verlassen / kan auch
wol seyn / das jhrer mehr jhnen dr¨uber falsche Einbildungen machen / vnd doch
der Musicant es nur einer einigen vermeyne. (66.1ff.)


  

Und vielleicht noch dies:

Daten aus Keplers Leben
aus „Johannes Kepler" von Volker Bialas, Verlag C.H. Beck, 2004
http://www.kepler-gesellschaft.de/Keplers%20Leben.htm