Copernicus Nicolaus
Der Nicolaus Copernicus ist auf vielfältige Weise von Anfang an in meinem Salon der Astronomen präsent! Sein Portrait, hier als erstes vorgestellt, habe ich als letzte Einfügung an die Wand gezeichnet. Sein Kopf ist als Anamorphose dargestellt.
Direkt von vorn betrachtet schaut er vor allem auf der rechten Seite unförmig verzerrt aus. Doch die Idee war: Wenn ich in den Salon eintrete, dann steht da gewöhnlich mein alter Toyota und ich muß links eng an ihm vorbeigehen, um zur Fahrertür zu gelangen.
Wenn ich nun nach links schaue, dann mache ich das ziemlich genau in einem 30°-Winkel und Kopernicus begrüßt mich sehr lebendig auf der linken Wandseite. Ich habe deshalb eine 30°- Anamorphose vom Computer ausrechnen lassen und mir daraus ein Abbild als Vorlage für meine Wandzeichnung ausgedruckt.
Ein Augentrug, das schon, aber ein schöner Trug und ich freue mich jedesmal über seine lebendige Erscheinung! Ich liebe Anamorphosen sehr. In der Anfangszeit habe ich sie mir mühsam Kästchen für Kästchen von Hand erstellt, doch seit es feine Computerprogramme wie AnamorpheMe gibt, kann man sich mehr auf die Gestaltung konzentrieren und spart sich die mechanische Abzeichenfron mit kleinen Übertragungs-Kästchen. Phillip Kent bietet ein freies kleines Programm im Internet an: AnamorpheMe http://www.anamorphosis.com/software.html Laden Sie sich das Programm einmal herunter! Sie werden viel Freude damit haben! Wenn ich Sie dazu animieren konnte, dann schicken Sie mir doch ein kleines Mail: info<at>ta-dip.de!
Auf diesem Foto sieht man neben dem kleinen Portraitkopf von Copernicus noch mehr. Das ist einmal die Unterschrift von Copernicus und links daneben ein Dreistab. Mit so einem schlichten Gerät aus Holz hat Copernicus seine Himmelsbeobachtungen angestellt. Sein Gerät ist nicht mehr erhalten, jedoch ist der Dreistab, den ich gemalt habe, aus der Copernicus-Zeit. Daneben ist eine hübsche Marginalie aus einem Werk von Copernicus.
Die Hauptsache all meiner Copernicus-Zeichnungen und Bildern ist zweifellos die Zeichnung seines neuen Weltbildes. Hier ist alles auf den Punkt gebracht! Nicht mehr die Erde steht im Zentrum wie vormals, sondern die Sonne. Was für eine große Furcht muß ihn beschlichen haben, seine revolutionäre Sicht der Welt zu publizieren, daß er nahezu bis ans Ende seiner Tage damit gewartet hat. Allzu mächtig war der Papst und er wollte der Konfrontation mit den Kirchenfürsten, der Inquisition aus dem Wege gehen. Schließlich wurde er ja auch ein Leben lang von kirchlichen Pfründen alimentiert.
Zu seinem Werk "De Revolutionibus..." habe ich beim Link seines Nürnberger Verlegers einiges ausgeführt. Hier gelangen Sie zu Petrejus Johannes!
Zu seinem Geburtstag am 24. Mai habe ich den vorzüglichen Artikel von Gianni Ferrari eingefügt.
COPERNICO E LA PRIMA MERIDIANA A RIFLESSIONE H I E R !
[Wird fortgesetzt!]